Die Attraktivität durch simulierte Einstellungsverfahren steigern
Die Defontaine?Gruppe stärkt ihre Attraktivität dank der Methode der Einstellung durch Simulation (MRS)
Die Defontaine?Gruppe hat sich für einen innovativen Rekrutierungsansatz entschieden: die Methode der Einstellung durch Simulation (MRS).
Dieser von France Travail initiierte Ansatz konzentriert sich auf Fähigkeiten statt auf den Lebenslauf. Er hat sich als konkrete Antwort auf den Bewerbermangel etabliert.
Wie Céline Rigaud, Personalleiterin der Defontaine?Gruppe, in einem Interview für die ANDRH hervorhebt:
„Der Unterschied ist deutlich: Wir schauen nicht auf den Lebenslauf. Entscheidend sind die Fähigkeiten und die Motivation.“
Eine offene, strukturierte und inklusive Methode
Die von France Travail initiierte MRS basiert auf einem klaren und für alle zugänglichen Prozess. Die Auswahl ist nicht auf Personen beschränkt, die bei France Travail registriert sind: Jede motivierte Person kann sich bewerben, unabhängig von ihrem Werdegang oder Bildungsniveau.
Das Verfahren gliedert sich in mehrere aufeinanderfolgende Schritte:
- Eintauchen in das Unternehmen
Die Bewerber besuchen die Werkstätten, entdecken die Maschinen, treffen die Teams und können sich in den Beruf hineinversetzen. Dieser Schritt ist entscheidend, um Interesse und Motivation zu bestätigen.
- Eignungstests
Praktische Übungen dienen dazu, Schlüsselkompetenzen zu bewerten: Logik, Präzision der Bewegungen, Verständnis von Anweisungen, Fähigkeit zur Reproduktion technischer Handgriffe…
Ziel ist es nicht, einen beruflichen Werdegang zu beurteilen, sondern übertragbare Fähigkeiten zu überprüfen, die manchmal aus Branchen stammen, die weit von der Industrie entfernt sind.
- Motivationsgespräche
Die ausgewählten Bewerber führen anschließend ein Gespräch… ohne Lebenslauf. Der Austausch konzentriert sich auf Motivation, Engagement und die Fähigkeit, sich in einen langen Ausbildungsweg einzubringen.
- Einstellung und interne Ausbildung
Die ausgewählten Bewerber absolvieren anschließend ein internes Ausbildungsprogramm von 12 bis 18 Monaten, das auf die Bedürfnisse der technischen Berufe der Gruppe zugeschnitten ist (Schmieden, Zerspanung, Verzahnung…).
Konkrete und nachhaltige Ergebnisse
Die in den letzten zwei Jahren erzielten Ergebnisse sind besonders ermutigend.
Bei einer jüngsten Session wurden 20 Bewerber über die MRS mobilisiert und 9 ausgewählt, um ein internes Ausbildungsprogramm zu beginnen. Die Durchhaltequote ist ebenfalls sehr hoch: Abbrüche sind selten, was die Relevanz der kompetenzbasierten Auswahl bestätigt.
Diese Methode ermöglicht es auch, den Zugang für atypische Profile zu öffnen. Einige Bewerber aus der Lebensmittelindustrie, dem Handel oder anderen fachfremden Bereichen haben nach der Ausbildung ein echtes Potenzial gezeigt.
„Dieser Ansatz öffnet die Tür für atypische Bewerbungen und ermöglicht es, Potenziale zu erkennen, die in einem Lebenslauf nicht sichtbar sind.“ erklärt Céline Rigaud.
Ein inzwischen strukturierendes Verfahren für die Gruppe
Angesichts des hohen Bedarfs — insbesondere 20 Zerspanungsmechaniker, die jedes Jahr eingestellt werden müssen — hat die Defontaine?Gruppe beschlossen, den Einsatz der MRS zu intensivieren und von zwei auf drei jährliche Sessions zu erhöhen, mit dem kurzfristigen Ziel von vier.
Dieser Ansatz fügt sich vollständig in den Willen der Gruppe ein, nachhaltig zu rekrutieren, ihre Berufe für neue Talente zu öffnen und die Kompetenzentwicklung zu sichern.
30. April 2026






