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Ausbilden, begleiten, binden, um die industrielle Exzellenz zu stärken.

Picture Defontaine Group HR Director, Céline Rigaud

Eine ehrgeizige Personalstrategie zur Entwicklung der für unsere Leistungsfähigkeit unverzichtbaren Kompetenzen.

In einem sich tiefgreifend wandelnden industriellen Umfeld stützt sich die Defontaine-Gruppe auf eine ehrgeizige Personalstrategie, um die für ihre Leistungsfähigkeit unverzichtbaren Kompetenzen zu erhalten und weiterzuentwickeln. Angesichts der Verknappung technischer Profile und der raschen Entwicklung der Berufe hat sich das Unternehmen entschieden, massiv in interne Schulungen und die individuelle Betreuung der Mitarbeiter zu investieren. Zwei strukturierende Maßnahmen stechen dabei besonders hervor: integrierte berufliche Weiterbildungsprogramme und ein innovativer Mechanismus zur Erhaltung von Arbeitsplätzen mit den sogenannten „grünen Missionen”.

Interview mit Céline Rigaud, Personalchefin der Defontaine Gruppe

Wie entstand das interne Ausbildungssystem für Berufe mit hohem Personalbedarf?

Céline Rigaud : Wir haben festgestellt, dass bestimmte wichtige technische Berufe durch die klassischen Ausbildungsgänge nicht mehr ausreichend abgedeckt werden. Angesichts des allmählichen Verschwindens von Schlüsselkompetenzen und der Schwierigkeit, qualifizierte Fachkräfte zu finden, haben wir beschlossen, unsere eigenen internen Ausbildungsgänge zu entwickeln. Ab 2022 haben wir für sechs Berufe, in denen ein Mangel herrscht, Ausbildungsgänge entwickelt, die vollständig auf unsere betrieblichen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Die Idee dahinter war, die Vermittlung kritischer Kompetenzen direkt in unseren Werkstätten sicherzustellen.

Inwiefern unterscheiden sich diese Ausbildungsgänge von traditionellen Ansätzen?

Céline Rigaud : Diese Schulungskurse wurden so konzipiert, dass sie vollständig immersiv und evolutiv sind. Jeder Kurs kombiniert einen theoretischen Teil, der mit der Fab’Academy entwickelt wurde, und eine praktische Schulung, die von erfahrenen internen Tutoren betreut wird. Wir wollten ein lebendiges System schaffen: Sobald eine neue Maschine installiert wird oder Rückmeldungen aus der Praxis eine Weiterentwicklung unserer Praktiken deutlich machen, werden die Inhalte angepasst. Dies kann zu langen Schulungen führen, die manchmal bis zu 18 Monate dauern und einen nachhaltigen Kompetenzzuwachs gewährleisten. Und für diejenigen, die noch weiter gehen möchten, ist eine externe Zertifizierung über ein CQPM möglich.

Welches Ziel verfolgen Sie mit diesen Investitionen in interne Schulungen?

Céline Rigaud : Wir möchten unser Know-how sichern und Veränderungen in unseren Berufsfeldern vorwegnehmen. Durch die Stärkung unserer internen Ausbildungskapazitäten sichern wir den Fortbestand unserer Kompetenzen und bieten unseren Mitarbeitern gleichzeitig solide und bereichernde Karrierewege. Dies ist eine strategische Investition, die notwendig ist, um unsere industrielle Exzellenz aufrechtzuerhalten.

Können Sie das Prinzip der „grünen Missionen“ erklären?

Céline Rigaud : Grüne Aufgaben sind eine Maßnahme zur Erhaltung des Arbeitsplatzes. Sie ermöglichen es einem Mitarbeiter, der aufgrund eines Unfalls, eines Gesundheitsproblems oder einer Berufskrankheit vorübergehend nicht in der Lage ist, seine Arbeit auszuüben, eine neue Aufgabe zu übernehmen, die mit seinen gesundheitlichen Einschränkungen vereinbar ist. Diese Aufgaben dauern bis zu drei Monate und können administrative Tätigkeiten, Logistik oder bereichsübergreifende Tätigkeiten wie Laborarbeit, Wartung oder Methodik umfassen. Ziel ist es, die Verbindung zum Unternehmen aufrechtzuerhalten, eine berufliche Unterbrechung zu vermeiden und die Dynamik der Tätigkeit zu bewahren.

Wie wird dieses System geregelt?

Céline Rigaud : Alles ist formalisiert und abgesichert. Der Mitarbeiter erklärt sich freiwillig bereit, der Betriebsarzt genehmigt die Versetzung, es wird ein befristeter Nachtrag erstellt, und wir sorgen für die Koordination zwischen Personalabteilung, Führungskräften und medizinischem Dienst. Die Vergütung, einschließlich Prämien, bleibt vollständig erhalten. Und wenn die Person nicht mobil ist, organisieren wir einen geeigneten Transport. Es handelt sich um ein strenges, aber zutiefst menschliches Verfahren.

Welche Auswirkungen haben diese Aufgaben auf die Unternehmenskultur?

Céline Rigaud : Diese Einsätze sind heute vollständig in unsere Führungskultur integriert. Sie wurden 2017 eingeführt und sind mittlerweile zu einer Selbstverständlichkeit geworden, da sie auf Vertrauen, Wohlwollen und Individualisierung basieren. Wir haben sogar beobachtet, dass diese grünen Aufgaben manchmal Berufungen wecken, die zu einer dauerhaften Neuorientierung des Mitarbeiters hin zu einem neuen Beruf führen können.  Wenn dies den Bedürfnissen des Unternehmens entspricht, begleiten wir sie bei diesem Übergang durch interne Schulungen.

Inwiefern veranschaulichen diese Initiativen die Personalvision der Gruppe?

Céline Rigaud : Sie spiegeln unsere Überzeugung wider, dass Innovationen im Personalwesen ein strategischer Hebel zur Unterstützung unserer industriellen Leistungsfähigkeit sind. Indem wir unsere Mitarbeiter schulen, ihre Beschäftigungsfähigkeit erhalten und ihre Laufbahn fördern, stärken wir gleichzeitig unsere Produktionskapazität, unsere Attraktivität und unser kollektives Engagement. Der Mensch steht im Mittelpunkt unserer industriellen Exzellenz.

20. Februar 2026